Universitäres Herzzentrum Hamburg

UHZ unterstützt Partnerhäuser in Norddeutschland konsiliarisch per Telemedizin

Universitäres Herzzentrum Hamburg setzt auf Hyper.TELEMED von ITZ Medicom

 

Das Universitäre Herzzentrum (UHZ) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ist ein Maximalversorger mit dem Auftrag für Forschung und Lehre. Als Teil dieses Auftrags arbeitet die Einrichtung unter anderem durch Konsile eng mit Partnerhäusern zusammen; hierbei ist die Lösung Hyper.TELEMED von ITZ Medicom eine wertvolle Unterstützung.

 

UHZ, Eingangsbereich

Zum UHZ gehören die Kliniken für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie, Kardiologie mit Schwerpunkt Elektrophysiologie, Kinderkardiologie, Herz- und Gefäßchirurgie mit Kinderherzchirurgie sowie Gefäßmedizin. Daneben betreut das Haus Patienten mit der Bindegewebserkrankung Marfan sowie Herzinsuffizienz aus ganz Deutschland. Die Versorgung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) ist ein weiteres strategisches Tätigkeitsfeld. Im UHZ mit seinen 165 Planbetten führen die Ärzte rund 2.400 Herz-OPs pro Jahr durch. Insgesamt werden 8.700 stationäre Fälle und mehr als 10.000 Patienten in den Ambulanzen der verschiedenen Bereiche gezählt.

 

Hohe IT-Durchdringung fördert Ausbau der Telemedizin

In einem Einzugsgebiet, das bis Husum reicht, kooperiert das UHZ mit einer Vielzahl umliegender Krankenhäuser. Das Zentrum ist auf schwerere Fälle spezialisiert; diese werden von den Partnerhäusern ins UHZ verlegt und nach der Stabilisierung zurücküberwiesen. Auch Konsile und Befundungen führt die universitäre Einrichtung für diese Partner durch.

 

Alle diese Häuser haben Herzkatheterlabore, aber keine Herzchirurgie. Diese ist jedoch als Backup für bestimmte Eingriffe nötig. Im Rahmen der Untersuchungen erstellen die Ärzte in den Krankenhäusern Film-Sequenzen vom Herzen. Früher wurden den Patienten diese Sequenzen auf CD mitgegeben; mitunter kam es zu Schwierigkeiten, weil sie vergessen wurde oder auf dem Transport verlorenging. Häufig werden Patienten für eine Notfalloperation eingewiesen. Dann zählt jede Sekunde. Durch die Kommunikation über Hyper.TELEMED sind Befunde, Diagnosen und Bilder von dem Zuweiser bei Ankunft der Patienten bereits in die OP-Vorbereitung eingebunden.

„Die Überzeugung der Partner von der fachlichen Qualität unserer Ärzte ist unsere Zukunftssicherung“, erläutert Uwe Kohlstädt, Leiter Verwaltung und Organisation im UHZ. „Für höchste Qualität ist der optimale Zugriff auf medizinische Bilder ausschlaggebend. Daher suchten wir nach einer modernen Lösung für die Bildverteilung im Rahmen unseres Partnernetzwerks. Wir haben uns schließlich aus guten Gründen für das Angebot von ITZ Medicom entschieden.“

 

Das UKE ist eines der wenigen Häuser in Europa, die die höchste EMRAM-Stufe 7 der HIMSS, eine Beurteilung des Durchdringungsgrades elektronischer Patientenakten, erreicht haben. „Unsere IT-Durchdringung beträgt beinahe 100 Prozent, Papier spielt keine große Rolle mehr“, unterstreicht Kohlstädt.

 

Auch im Rahmen der UHZ-Aufbauleistungen bei der Kardiologie im Kreiskrankenhaus Husum kam bereits ein

Uwe Kohlstädt, Leiter Verwaltung und Organisation, Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am im UKE

elektronisches Tool für die Bildkommunikation zum Einsatz. Anpassungsmöglichkeiten und Serviceleistungen waren jedoch nicht zufriedenstellend. Ein Messegespräch gab dann den Anstoß, sich mit Hyper.TELEMED zu beschäftigen. „Wichtig waren neben den Funktionen insbesondere die Serviceorientierung und die fachliche Expertise des Anbieters“, resümiert Kohlstädt. Man startete 2009 eine Testphase mit zwei Kooperationspartnern. Der Leiter Verwaltung und Organisation: „Danach sprach sich herum, dass das System gut funktioniert – und so kam ein Partner nach dem anderen hinzu“. Die Hamburger stellen ihren Partnern das System kostenfrei zur Verfügung.

 

Hohe Datenschutzanforderungen gewahrt
Das UHZ nutzt das System ausschließlich für den Empfang und versendet keine Daten, was grundsätzlich möglich wäre. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist ein hauseigenes Einweiser- und Partnerportal in Arbeit, zum Anderen sind „die bürokratischen Hürden bei den Datenschutzvorgaben in Hamburg deutlich höher als anderswo in der Republik – sonst hätten wir dies schon längst umgesetzt, um beispielsweise Behandlungsergebnisse zu versenden“, so Kohlstädt. „Stattdessen übermitteln wir Befunde nach wie vor per Post. Auch beim Fernwartungsvertrag war der Datenschutz übrigens ein wichtiges Thema, welches ITZ Medicom anstandslos erfüllte.“

 

Unterstützung gibt das UHZ bei deutlich mehr Fällen, als Patienten im Haus behandelt werden; häufig lassen sich so Verlegungen vermeiden. Einmal wöchentlich besprechen in der Kardiochirurgischen Konferenz die Ober- und Fachärzte der Kardiologie und Herzchirurgie die komplizierten Fälle im UHZ und jene, die von extern übermittelt wurden. Die meisten Fälle arbeitet man jedoch ad hoc per Telefon und Hyper.TELEMED ab, mit dessen Hilfe die Partnerhäuser die Patientenbilder elektronisch übermitteln.

 

Schneller und sicherer Service

Rund 15 Fach- und Oberärzte sind in dieser Form konsiliarisch tätig. Im UHZ steht an jedem wichtigen Ort ein Arbeitsplatz, einer davon bei PD Dr. Dieter Böhm. „Alle Nutzer sind mit diesem System sehr zufrieden“, so der Oberarzt in der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am UKE, Koordinator und Fallmanager. Hyper.TELEMED ist nicht direkt vernetzt mit dem führenden System im UHZ, sondern agiert vor der internen Firewall. Die Bilder werden über den externen Server verteilt, es findet aus Datenschutzgründen keine Zwischenspeicherung bei der Bildübertragung statt. Im internen KIS-1-Netz arbeiten rund 95 Prozent der UHZ-Mitarbeiter – mit patientenrelevanten Daten, ohne Verbindung nach außen. In diesem Netz lässt sich über den Hyper.WEB-Viewer das Bildmaterial von dem virtuellen ITZ-Server aus dem KIS-2-Netz außerhalb der Firewall aufrufen. Die Nutzung des Tools ist sehr intensiv.

 

Künftig plant das UHZ die Darstellung auf allen KIS-Rechnern, so dass die Ärzte Zugriff erhalten, ohne eine Workstation suchen zu müssen – eine wichtige Zeitersparnis. Sobald ein Patient im UHZ stationär aufgenommen ist, werden die Bilder mit den hauseigenen Identifikationsnummern versehen ins PACS übernommen.

 

Bei den UHZ-Partnerhäusern gibt es eine Verbindung von den bilderzeugenden Aufnahmegeräten zu Hyper.TELEMED, das einen sofortigen Bildversand an das UHZ ermöglicht. Auch die eher seltene intraprozedurale Unterstützung ist per Telefon und Hyper.TELEMED möglich. „Die Partner sind mit dem System sehr zufrieden, sie schätzen die Erleichterung und Beschleunigung der Prozesse“, weiß Kohlstädt.

 

Intuitive Lösung, aktiver Service

„Anpassungswünsche werden durch ITZ Medicom rasch und kompetent ausgeführt, telefonisch oder vor Ort bei uns – eine vorbildhafte Zusammenarbeit“, fährt der Leiter Verwaltung und Organisation fort. Er bewertet das System als sehr gut und empfiehlt es weiter. „Wichtige Kriterien sind dabei die selbsterklärende ergonomische Oberfläche, der engagierte Service und die faire Preisgestaltung“.